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2020/21 CBYX Virtual Program – Virtuelle Angebote Des PPP Ermöglichen Vielfältige Einblicke In Die US-amerikanische Kultur

2020/21 CBYX Virtual Program – Virtuelle Angebote des PPP ermöglichen vielfältige Einblicke in die US-amerikanische Kultur

Nachdem im Herbst des letzten Jahres der Deutsche Bundestag und der US Congress das anstehende 37. Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) coronabedingt absagen mussten, erwuchsen auf beiden Seiten des Atlantiks schnell Überlegungen, den enttäuschten PPP-Teilnehmer*innen wenn auch keinen Ersatz, so doch immerhin ein Alternativangebot in virtueller Form zu unterbreiten. Ziel dieses Angebots war und ist, interessierten Teilnehmer*innen in unterschiedlichen virtuellen Formaten die Ziele und Inhalte des PPP nahe zu bringen und ihnen tiefere Einblicke in Politik, Kultur und Gesellschaft des eigenen, vor allem aber des jeweiligen Partnerlandes zu gewähren – soweit dies virtuell möglich ist.

Beide Programmträger sowie die PPP-Durchführungsorganisationen, darunter die GIZ als zuständige Institution für das Berufstätigen-PPP, nahmen die Herausforderung an und investierten viel Zeit und Mühe, ein interessantes und vielschichtiges virtuelles Angebot für die PPP-Stipendiat*innen auf die Beine zu stellen.

Um ihrer Zielgruppe im Rahmen des Virtual Program for Young Professionals (ViP4YP) eine thematische Struktur zu geben, definierte das PPP-Team der GIZ vier Themenschwerpunkte (engl. Components): Lecture, Ambassador, Career und Intercultural Awareness. Zu jedem wurden jeweils unterschiedliche virtuelle Veranstaltungsangebote entwickelt. Die Teilnahme an den inzwischen ca. 20 Angeboten ist freiwillig und zeitlich so organisiert, dass sie mit Studium bzw. Arbeitszeiten der PPP-Stipendiat*innen nicht kollidieren.

Das umfangreichste Angebot erfolgte ab November 2020 in der sogenannten Lecture Component. Sie umfasste als Basis für die deutschen PPP-ViPler*innen ein Wochendseminar zur politisch-landeskundlichen Einführung in die gemeinsamen historischen und politischen Wurzeln beider Partnerländer; darauf aufbauend erfolgte in den Folgemonaten – in Anlehnung an die aktuellen politischen Geschehnisse – eine Reihe von Workshops und Vortragsveranstaltungen, so zu den Präsidentschaftswahlen in den USA, zur Inauguration der Biden-Administration oder auch in Form eines Planspiels zu einer internationalen Krisensituation.
Um den Teilnehmer*innen auch ein tieferes Allgemeinverständnis amerikanischer Politik und Kultur zu geben, organisierte die GIZ ergänzende Lecture-Events. Als Partner gewann sie dafür u.a. die Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz (zum Thema „Ehrenamt in Deutschland – Volunteer Work in the US“) sowie das AmerikaHaus NRW.  Mit diesem erfolgte Mitte April eine gemeinsame Veranstaltung zur Rolle der Medien in den USA, die sehr große Resonanz fand. (Die Abbildung zeigt Einladung hierzu; wer sich für diese Veranstaltung interessiert, kann sich gerne die Aufzeichnung herunterladen unter https://www.youtube.com/watch?v=HkwrTfhm1EE ).

Für Mai wurde noch eine Reihe weiterer Diskussions- und Info-Events angesetzt, vor allem zum Themenschwerpunkt „Training and Career“. So beschäftigte sich das erste dieser Eventreihe mit der Rolle der Community Colleges im amerikanischen Ausbildungssystem – ein Thema, das vor dem Hintergrund der jüngsten bildungspolitischen Erklärungen von Präsident Biden einen sehr aktuellen Bezug erhalten hat. Mitte Mai werden die deutschen ViP-Teilnehmenden ihren US-Kolleg*innen im Gegenzug das deutsche Berufsbildungssystem anhand ihrer eigenen Ausbildungserfahrungen nahebringen. Abschließender Höhepunkt des CBYX Virtual Program wird Anfang Juni eine mehrteilige Veranstaltungsserie des Deutschen Bundestages sein. Geplant ist ein Planspiel zur politischen Arbeitsweise des Parlaments sowie ein Workshop mit Beteiligung von Bundestags-Patenabgeordneten.

Ende Juni läuft das aus der Corona-Not geborene Experiment des CBYX Virtual Program für die Teilnehmer*innen des 37. PPPs aus. Ob es eine Wiederholung dieses Experiments im 38. PPP 2021/22 geben wird, hängt von den weiteren Entwicklungen der Pandemie und der Reaktion der politischen Programmträger darauf ab. Derzeit sieht es gut aus – beide Programmträger gaben jüngst „grünes Licht“, das Programm ab August wieder in Präsenzform laufen zu lassen. Im Sinne der Teilnehmenden wünschen wir uns, dass es somit dann bei dem einmaligen Experimentcharakter des ViP4YP bleiben möge, andererseits aber auch wichtige positive Erfahrungen dieses virtuellen Programmjahres künftig im Regelprogramm genutzt werden.

Autor: Theo Fuß, Projektleiter PPP für junge Berufstätige

 

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