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A Time To Remember – Ein Zweites Zuhause

A Time To Remember – Ein zweites Zuhause

Jürgen Behr, Groß- und Außenhandelskaufmann, 10. PPP

Mit dem immer näher rückenden Ende des 35. Jahrgangs des Parlamentarischen Patenschafts-Programms möchten wir einmal innehalten und zurückblicken. Zurückblicken auf 35 Jahre transatlantischen Austausch von jungen Berufstätigen! Diese Artikelserie soll ehemalige Teilnehmende und ihre prägenden Erlebnisse während ihres PPP-Jahres hervorheben und zeigen, inwiefern diese ihr Leben nachdrücklich verändert und beeinflusst haben.

Besuch der Gasteltern in Heidelsberg 2018

Heute legen wir unser Augenmerk auf einen Teilnehmer des 10.PPPs, Jürgen Behr. Amerika schon immer als Traum, folgte er dem Bewerbungsaufruf 1992. Schnell wurden die Bewerbungsunterlagen eingeschickt, die Auswahlen bestanden und dann hieß es zittern. Gelohnt hat es sich. Kurze Zeit später, im Sommer 1993, ging es für ihn dann nach Muscatine. Die Kleinstadt im Süden von Iowa wurde für ein Jahr das Zuhause des gebürtigen Baden-Württembergers. Er war der erste Austauschstudent für die dortige Gastfamilie und  – was soll man sagen – es hat einfach gepasst. Gastmutter Leona, Gastvater Sepp und Gastbruder John wurden zu einer zweiten Familie, die ihm in der Fremde ein neues Zuhause boten. Eine tolle Erfahrung für beide Parteien. Die Aufnahme von drei weiteren PPP Teilnehmern aus späteren Jahrgänge bestätigt dies. Kontakt besteht auch heute noch zwischen allen Beteiligten.

Ich denke ich kann mit Stolz sagen, dass über den großen Teich hinweg mehr als eine Freundschaft entstanden ist.

Jürgen Behrs Auslandsjahr war vor der “digitalen Revolution”: insofern kann man sich vorstellen, dass es wesentlich schwerer war nach der Rückkehr nach Hause in Kontakt zu bleiben. WhatsApp, Facebook und Co gab es nicht, was die Kommunikation etwas erschwerte. Man überlegte sich dreimal ob das teure Ferngespräch in die USA wirklich nötig war und Briefe oder Pakete gab es auch nur zu speziellen Anlässen. Dies hat es der guten Beziehung zwischen ihm und seiner Gastfamilie allerdings keinen Abbruch getan.

Die Gasteltern bei Jürgen Behrs Hochzeit in Deutschland

Aber auch andere Menschen in seinem Leben wurden und blieben Teil des transatlantischen Austauschs: seine Eltern und seine Gasteltern stehen sich nahe, verbringen gemeinsame Urlaube. Kennengelernt hatten sie sich sogar schon, bevor Jürgen Behr in die USA ausreiste. Um die Wurzeln des Gastvaters zu ergründen, ging es im frühen Sommer 1993 für die zukünftigen Gasteltern in den Sommerurlaub nach Deutschland. Auf diesem Trip lernten sie ihren zukünftigen Austauschstudent dann bereits kennengelernt. Die Vorfreude hat es keinesfalls geschmälert, sondern – eher im Gegenteil – ihn mit freudiger Erwartung auf die kommende Zeit in den USA blicken lassen. Auch der Großteil seines deutschen Freundeskreises, hat ihn und seine neue Familie in Muscatine besucht. Und die Amerikaner, seine Freunde, als auch Freunde der Familie, planen Jürgen Behrs Heimatort Ladenburg immer als festen Stopp auf jeglicher Europareise mit ein. Der Kontakt zu den anderen PPPlern seines Jahres besteht nicht nur durch seine Arbeit im PPP Alumni Verein, sondern auch durch regelmäßige Treffen mit seinem Jahrgang. Zum 20. Jubiläum gab es ein Treffen in Willebadessen – genau dort, wo das erste Vorbereitungsseminar vor fast 26 Jahren stattfand. Und auch für dieses Jahr ist das nächste Treffen bereits eingeplant.

Freunde zu Besuch in Ladenburg

Privat gibt Jürgen Behr seine Begeisterung für die USA an seine Kinder weiter. Sowohl durch den stetigen Kontakt zu seiner Gastfamilie, als auch durch das Implementieren amerikanischer Tradition in den deutschen Alltag. Seit 23 Jahren gibt es einen leckeren Truthahn zu Thanksgiving für Familie und Freunde und so manche Super Bowl Nacht wurde gemeinsam verbracht. Außerdem steht auf dem Plan „Oma Ona, Opa Sepp und Uncle John“ bald in Muscatine zu besuchen und so der nächsten Generation das zweite Zuhause zu zeigen.

Zweifel, ob es das Richtige war, den Schritt zu wagen und für ein Jahr ins Ausland zu gehen, kamen nicht auf. Klar  – es gab es auch in den USA Schwierigkeiten zu bewältigen, aber am Ende war die Trauer, dass das Jahr in den USA vorbei war, wesentlich größer als jegliches Heimweh zu Beginn des Programms. Jürgen Behrs Geschichte ist das perfekte Beispiel dafür, dass das PPP über das eine – tatsächlich im Ausland verbrachte Jahr – hinausreicht. Die Erfahrungen und Beziehungen begleiten ein Leben lang.

Also worauf wartest du noch?! Bewerbe dich noch heute für das 37. PPP

Jürgen Behrs Tipp an zukünftige Teilnehmer: Nicht vergleichen was in Deutschland besser oder anders ist, sondern versuchen, aus Sicht eines Amerikaners die Welt zu verstehen.

 


Die Bewerbungsphase für das 37. PPP hat begonnen! Bewerbungskarten könnt ihre entweder online ausfüllen oder per Post an uns einsenden.

Weitere Informationen findet ihr auf unserer Webseite unter https://usappp.de/die-ppp-bewerbung/

Viel Erfolg bei der Bewerbung!

Ihr findet das Programm toll und möchtet darauf aufmerksam machen?! Schreibt uns gerne eine Email an usappp@giz.de um Flyer und Poster zu erhalten. 


 

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