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A Time To Remember – Spiel Meines Lebens

A Time to Remember – Spiel meines Lebens

Ludger Grewe, Groß- und Außenhandelskaufmann, 6. PPP

Mit dem immer näher rückenden Ende des 35. Jahrgangs des Parlamentarischen Patenschafts-Programms möchten wir einmal innehalten und zurückblicken. Zurückblicken auf 35 Jahre transatlantischen Austausch von jungen Berufstätigen! Diese Artikelserie soll ehemalige Teilnehmende und ihre prägenden Erlebnisse während ihres PPP-Jahres hervorheben und zeigen, inwiefern diese ihr Leben nachdrücklich verändert und beeinflusst haben.

Halloween mit Gastmutter Linda und Freund Nils

Den Blick heute, werfen wir zurück auf das letzte Jahrtausend. Genauer gesagt auf das Jahr 1989. Teilnehmer Ludger Grewe startete als Teil des 6ten PPPs seine Reise in die USA. Schon immer interessiert an den Staaten, fiel ihm das Werbungsposter in der Berufsschule sofort ins Auge. Schnell wurden die Bewerbungsunterlagen ausgefüllt und abgeschickt und dann auch schon wieder vergessen. Bis es hieß, du darfst in die USA!
Aus einem kleinen Ort im Sauerland, ging es für den 21-Jährigen Groß- und Außenhandels Kaufmann in die Stadt Kennesaw in die Nähe von Atlanta, Georgia. Dort begrüßte ihn neben seiner Gastmutter Linda, sein Gastbruder David auch sein nicht ganz stubenreiner Gasthund Venus, sogenannter „Demon Dog from Hell“. Eine neue Familie, die ihm half, sich in kürzester Zeit heimisch zu fühlen.

Am 9. November in den Great Smoky Mountains

Im College ging es auch schnell heiß her. Um am Wochenende reisen zu können, waren die Tage unter der Woche besonders voll mit Kursen und Pauken, dass man abends nur noch halbtot ins Bett viel. Gelohnt hat es sich natürlich allemal!

Eine dieser Reisen führte Ludger und seine Freunde in die Georgia Mountains zum Campen – völlig abseits der Zivilisation. Bei ihrer Rückkehr stellten Sie fest, dass in Deutschland die Mauer gefallen war. Ludger konnte es nicht fassen und klebte förmlich an der Scheibe des Fernsehers um zu sehen, wie in Berlin der eiserne Vorhang zerstückelt wurde. Ein Teil seiner eigenen Familie, wohnte im ehemaligen Osten Deutschlands und konnte nun ohne Visum und Komplikationen besucht werden. What a time to be alive!

Jobtechnisch, sicherte sich Ludger ein Praktikum bei IFF in Atlanta, wo er die Buchführung übernahm und so einen tiefen Einblick in die Firma und generell in die Arbeitswelt in den USA erhaschen konnte. Viel gab es zu tun, sodass die Zeit unmerklich aber sicher aufs Ende zuschritt.

Beim Spiel Atlanta Braves vs. Giants 1990

Neben dem guten Kontakt zu seiner Host Family und Freunden vor Ort, gab es natürlich auch noch die anderen PPPler, mit denen zusammen Atlanta unsicher gemacht wurde. Mit Gunnar, Trixie und Beatrix ging es neben anderen Aktivitäten vor allem oftmals auch ins Baseball Stadion. Die Atlanta Braves spielten schon lange so grottenschlecht, dass die Tickets besonders erschwinglich waren und so die Deutschen zu eingefleischten Fans wurden.

1990 ging es dann auch schon zurück nach Deutschland, zurück in das 1.000 Seelendorf im Sauerland. Und das Leben passierte. Beruflich neu eingegliedert in einem Elektrovertrieb in Aurich, machte er dort Karriere und das Thema Amerika rückte in den Hintergrund.

Dies änderte sich 2007 durch ein Baseball-Spiel zwischen den „Aurich Shoreliners“ und den „Hannover Regents“ im Deutschland Pokal. Wieder Feuer und Flamme für Baseball engagierte Ludger sich nun für den lokalen Baseballverein, der im Sommer als jährliches Highlight ein christliches Baseballcamp mit bis zu 140 Teilnehmern unterstützt. Beteiligt sind daran deutsche sowie US-amerikanische Kirchen. Transatlantischer Austausch also wieder im Mittelpunkt!

Baseball wurde dank dem PPP zu meinem Hobby und meiner Passion, welche mein Leben nachdrücklich verändert hat.

Baseballcamp im Sommer 2016

Über diese Arbeit, lernte er ebenfalls seine Frau Dabney kennen, US-Amerikanerin, für die er 2011 Deutschland schlussendlich verließ um in Texas eine neue Heimat zu finden. Glücklich verheiratet, gab es auch beruflich ein Happy End mit einer Position bei Gedore Tools, der US Tochter einer deutschen Firma.

Für das Baseballcamp sind Ludger und Dabney heute beide noch tätig. Jedes Jahr fahren Sie erneut nach Aurich, um zu sehen wie Sport Menschen über Grenzen hinweg verbindet und zusammenbringt. Sie selber, sind dafür das beste Beispiel.

Dabney und Ludger in Las Vegas

Ludgers Tipp für neue Bewerber: Ich bereue keinen einzigen Moment und kann Euch nur viel Spaß und Erfolg wünschen. Das PPP verbindet Deutsche und Amerikaner und gibt die Chance auf eine Zukunft, die ihr vielleicht so, nicht als möglich betrachtet hättet.

Worauf wartet ihr noch?! Bewerbt euch noch heute unter 37. PPP


Die Bewerbunsphase für das 37. PPP hat begonnen! Bewerbungskarten könnt ihre entweder online ausfüllen oder per Post an uns einsenden.

Weitere Informationen findet ihr auf unserer Webseite unter https://usappp.de/die-ppp-bewerbung/

Viel Erfolg bei der Bewerbung!

Ihr findet das Programm toll und möchtet darauf aufmerksam machen?! Schreibt uns gerne eine Email an usappp@giz.de um Flyer und Poster zu erhalten. 


 

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