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Perspektivenwechsel – Alumni In Der Auswahlkommission

Perspektivenwechsel – Alumni in der Auswahlkommission

Corona ließ vor kurzen wieder Träume platzen –  diesmal die der Teilnehmer*innen des 37. PPP, das nun aufgrund der nach wie vor unsicheren Lage von den Programmsponsoren abgesagt werden musste. Doch wir geben nicht auf! Die Bewerbungsphase des 38. Jahrgangs endete am 11.09.2020 und geht nun organisiert von Cultural Vistas gGmbH in den Auswahlprozess. Für weitere Informationen besuchen Sie die Website von Cultural Vistas www.usa-ppp.de.

Da das PPP von den Erfahrungen vieler Generationen von PPPlern lebt, sitzen jedes Jahr auch Alumni des Programms in der Auswahlkommission. Wir wollten nun von ihnen wissen, wie sie diesen Perspektivenwechsel vom Teilnehmenden zum Juror oder Jurorin wahrgenommen haben und welche Tips sie an kommende Bewerber*innen weitergeben möchten. Für den heutigen Artikel berichtet Ann-Kristin Hitzemann, Teilnehmerin des 29. PPP.

Ich bin Ann-Kristin Hitzemann. Ich hatte gerade meine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital & Print in der Tasche, als es 2012 für mich mit dem PPP ans Northwest College in Powell (Wyoming) ging.

Mittlerweile bin ich 31 Jahre alt und arbeite als Grafikerin in Bremerhaven.

Bei meinem Auswahlgespräch hatte ich das Gefühl, total fehl am Platz zu sein. Die anderen Bewerber/innen waren alle so toll und meiner Meinung nach viel besser geeignet. Bei den Fragen im Einzelgespräch hab ich mit Halbwissen geglänzt, aber auch zugegeben, wenn ich in einem Themengebiet noch nicht so „into it“ war. Einen Lacher hatte ich auf meiner Seite als ich nachgefragt hab ob es Telefonjoker gibt (…man muss sich nur zu helfen wissen). Nach meinem Auswahlgespräch im Oktober habe ich erst mal lange nichts gehört und dachte, dass der Zug schon abgefahren sei. Meine Zusage kam am 23.02.2012.

Ann-Kristin mit weiteren PPPlern in den USA

Meine Erfahrung als PPP-Teilnehmerin kann ich eigentlich gar nicht in schlüssige Sätze fassen, weil es einfach in vielerlei Hinsicht unbeschreiblich war. Als ich im August 2012 am College in Wyoming ankam, war alles neu. Neues Wohnumfeld, neue Menschen, neues Essen …ach ja und eine neue Sprache. Ich bin sehr unbeschwert und mit positiven Gedanken in das Jahr gestartet; das hat mir sehr viele neue Blickwinkel ermöglicht – nicht nur im Bereich der amerikanischen Kultur, sondern auch in viele andere Kulturen, denn ich war sehr im International Club des Colleges aktiv. Dass es so etwas gibt und dass diese Menschen mein Leben so bereichern würden, hatte ich anfangs gar nicht auf dem Schirm.

Einige Jahre später hatte ich die Möglichkeit selbst in der Auswahlkommission zu sitzen. Es war der 08. November 2016. Ich kann mich so genau an dieses Datum erinnern, weil es der Morgen war als feststand, dass Donald Trump tatsächlich Präsident der Vereinigten Staaten wird. 

Es war das Thema des Tages und ich hatte das Gefühl, dass dieses Ereignis die Bewerber*innen noch nervöser machte. Deswegen sahen wir Ehemalige es als unsere Aufgabe, ihnen dieses Gefühl zu nehmen, ihnen viel von unseren positiven Ereignissen zu erzählen und einfach Lust auf das Programm zu machen. Es geht meiner Meinung nach bei den Auswahlgesprächen nicht darum jemanden zu finden der/die das perfekte Zeugnis hat oder schon perfekt Englisch spricht. Vielmehr geht es darum jemanden zu finden, der/die in der Lage ist als cooler, offener, lebensfroher Juniorbotschafter Deutschland in den USA zu vertreten. 

Den kommenden Teilnehmer*innen gebe ich mit auf dem Weg:

– Mut zur Lücke: Besser zugeben wenn man etwas nicht weiß, statt schlecht eine Antwort raten

– Seit neugierig 

– Seit offen für Neues (…wirklich^^)

Mit dem PPP könntet ihr etwas ganz ganz Besonderes bekommen. Wisst es zu schätzen!

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