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Benjamin Beim GSEA

Momente – Geschichten – Erinnerungen (Teil 4)

Abenteuer PPP

Benjamin Conard, Jungunternehmer aus New York

Um auch einmal einen Blick auf die andere Seite des PPP zu werfen, lassen wir heute einen unserer aktuellen amerikanischen Teilnehmer zu Wort kommen. Benjamin Conard ist in Münster platziert und hat von seinem Jahr in Deutschland auf besondere Art und Weise profitiert:

Benjamin ist Schokoladenliebhaber – wie so viele von uns. Das macht ihn gleich sympathisch. Außerdem faszinieren ihn transparente und sozialverträgliche Geschäftsmodelle, wie beispielsweise Fairtrade. Aus diesen Interessen ist eine Geschäftsidee entstanden, die er im Rahmen eines Uni-Kurses entwickelt hat: „Mithilfe eines Teams von Studenten habe ich meine beiden Leidenschaften verknüpft und einen Geschäftsplan für den Vertrieb von gesunden, praktischen und vor allem nachhaltig produzierten Schokoladensnacks aufgestellt“, berichtet der Jungunternehmer. Mittlerweile hat sein Startup Five North Chocolate einige Auszeichnungen erhalten: „Wir haben unsere Idee bei diversen Events vorgestellt. Mit unserem Konzept haben wir eine Auszeichnung im Bereich ‚Social Entrepreneurship‘ gewonnen und es bei dem Wettbewerb ‚Resolution Project’s Social Venture Challenge‘ bis in das Halbfinale geschafft“, erzählt Benjamin stolz.

Seine Erfolgsgeschichte setzt sich in Deutschland fort: Unter anderem wurde er unter 720 PPPlern als CBYX Participant of the Month vom U.S. State Department ausgewählt, der im Zeichen des Themas Entrepreneurship stand.

Beim Wettbewerb um den Global Student Entrepreneur Award trat Benjamin für Deutschland an.

Dazu kam die Nominierung für den Global Student Entrepreneur Award, der von der Entrepreneurs‘ Organization (EO) vergeben wird. Organisationen wie diese sind eine sehr gute Ressource für StartUp-Gründer, erklärt Benjamin: „Solche Organisationen sind unglaublich wichtig für das Startup-Ökosystem und für Jungunternehmer wie mich. EO bietet eine Umgebung voller Energie, Kreativität und Inspiration – ein Umfeld, in dem Startups aufblühen können.“  Über die Nominierung für den Award hat Benjamin sich sehr gefreut – und ist dort nicht etwa für sein Heimatland USA, sondern für sein derzeitiges Gastland als deutscher Vertreter an den Start gegangen! Aus dieser Erfahrung hat er einiges mitgenommen: „Als Vertreter Deutschlands hatte ich die Gelegenheit, 55 andere Jungunternehmer aus 55 Ländern kennenzulernen. Die ganze Veranstaltung war voller Energie und hat unser aller Motivation weiter gestärkt“, schwärmt der junge New Yorker. „Besonders schön war, dass viele Unternehmen eine soziale Komponente hatten. Die Jungunternehmer wollen wirklich die Welt verbessern. Ich habe das Gefühl, dass ich nun 55 neue Freunde aus der ganzen Welt habe.“ Obwohl Benjamin den begehrten Award letztendlich nicht gewonnen hat, hat er es bis ins Finale geschafft und sowohl auf unternehmerischer als auch auf persönlicher Ebene wichtige Erkenntnisse gewonnen. Zwei davon möchte er mit der PPP-Gemeinschaft teilen, denn einige Aspekte sind auch auf das Auslandsjahr übertragbar:
Rückschläge bedeuten nicht das Ende – Sowohl in der Arbeitswelt, als auch persönlich erleben wir ständig Rückschläge. Sie sind jedoch selten das Ende von etwas und stellen sich im Nachhinein meistens nur als kleine Stolpersteine in unserem Lebensweg oder auf dem Weg zur Unternehmensentwicklung heraus.
Du bist nicht alleine – Keine Frage, Existenzgründung ist einsam. Gründer sind die Verrückten, die das machen was sich viele nicht trauen. Auch wenn jeder Unternehmer seinen eigenen Weg geht, erleben wir doch ähnliche Stimmungslagen wie Aufregung, Ängstlichkeit und Sorge. Allein zu wissen, dass es Gleichgesinnten genauso geht, spendet Trost und Unterstützung.“

Benjamin hat sein PPP-Jahr dazu genutzt, sich weiterzuentwickeln und seinen Zielen näherzukommen. Es haben sich ihm viele ungeahnte Möglichkeiten eröffnet und er konnte ein internationales Netzwerk aufbauen sowie persönliche Freundschaften schließen.

Zusammen mit seinen Eltern verbrachte Benjamin ein Wochenende im Schwarzwald bei der Familie von Viktoria Buchholz.

Eine dieser Freundschaften ist aus dem Virtual Exchange des PPP hervorgegangen. Dahinter steckt die Idee, dass die jeweils 75 deutschen und amerikanischen Teilnehmer paarweise miteinander in Verbindung gesetzt werden und sich während ihres Auslandsjahres virtuell über verschiedene Themen austauschen. Benjamin und seine deutsche Partnerin Viktoria Buchholz waren von Anfang an auf derselben Wellenlänge und es haben sich ein reger Austausch und eine enge Freundschaft entwickelt, obwohl die beiden sich noch nie getroffen haben. Eine Familienzusammenführung gab es trotzdem bereits: Gemeinsam mit seinen Eltern, die zu Besuch aus den USA kamen, hat Benjamin ein Wochenende auf dem Bauernhof von Familie Buchholz im Schwarzwald verbracht. Bei dieser Gelegenheit hat er Viktorias Mutter, Vater, Bruder, Schwester und Oma kennengelernt und sich gleich richtig wohlgefühlt: „Es war wirklich schön ihre Familie kennenzulernen und den Schwarzwald zu entdecken. Es war eine meiner Lieblingszeiten als PPPler, weil ich glaube, dass solche interkulturellen Begegnungen das Ziel des Programms sind.“

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